Visionen
Märchen oder Vision | Drucken |

Vorwort zur Festschrift von Dr. Jörg Hohendahl, Vorsitzender des Stiftungsvorstands

Hohendahl_6568_web„Es war einmal ..." so begannen früher Märchen. Heute, so wird behauptet, beginnen Märchen mit „Ich habe eine Vision". Ein solches Gefühl mag auch in dem geneigten Leser der vielen Beiträge dieser Festschrift aufkommen. Denn moderne Märchen soll es wirklich geben, auch wenn sie nur ein erstes Kapitel vor gerade einer Dekade beinhalten wie im Fall der Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet. Im Gegensatz dazu sollte der Glaube an ein Märchen von der Unternehmensvision bundesdeutscher Kliniken jedoch nicht allzu ernsthaft verfolgt werden. Aber eben gerade der Glaube an Visionen. Was das bedeutet? Es mag sich so verdeutlichen lassen: Bill Gates wird nachgesagt, seine Vision habe darin bestanden, dass eines Tages auf jedem Schreibtisch ein PC steht. Sehen wir darin ein Beispiel für eine Unternehmensvision, wie sie von Beratern und Vorständen „erarbeitet" werden kann?

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Unsere Visionen | Drucken |

Gebaude_4325_webOft synonym gebraucht, unterscheiden sich Träume ganz wesentlich von Visionen. Das Wesen bloßer Träume liegt im Flüchtigen. Sie halten der Wirklichkeit nicht stand. Visionen dagegen sind klare, innere Vorstellungen von dem, was sein wird.

Wir haben deutliche Vorstellungen davon, wo die Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet in zehn Jahren stehen wird. Das Gesundheitssystem in unserem Land wird sich verändern, wie der medizinische Fortschritt voranschreiten. Wie das Beispiel Frühchen zeigt, werden immer mehr Babys überleben, die es früher nicht geschafft hätten. Damit wird auch der Bedarf an medizinisch-therapeutischen Netzwerken, die auf eine außerplanmäßige Finanzierung angewiesen sind, steigen. Die Stiftung ist hier gefordert, tatkräftig in die Bresche zu springen.

Unsere kommenden Projekte werden wir weiterhin in der bewährten, engen Zusammenarbeit mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum im St. Josef-Hospital realisieren. Die Spendengelder, die wir sammeln, setzen wir auch zukünftig zeitnah für unsere Projekte ein, damit diese ganz konkrete Hilfe bringen. Dabei liegt es auf der Hand, dass wir uns mit allen Kräften für die einsetzen, die uns so sehr am Herzen liegen: Kinder, die von Krankheit und Behinderung bedroht sind.

 


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