Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet nun Pächter des St. Josef-Schwimmbads / Hohe Investitionen
Bochum, im Februar 2011. Nun ist es amtlich: Die beliebten Schwimmkurse des Familienforums – die gemeinsame Familienbildungsstätte der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum (Direktor Prof. Dr. Eckard Hamelmann), der Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet und der Patientenorganisation Menschen(s)kinder – können auch in Zukunft abgehalten und angeboten werden. Durch hohe Investitionen im Bereich der Schwimmbadtechnik und des Betreiberkonzeptes war die Finanzierung des Schwimmbades durch den Träger der Klinik, das St. Josef-Hospital, nicht mehr gewährleistet. Um die drohende Schließung des Schwimmbades abzuwenden, ist daher die Stiftung in die Bresche gegangen und hat das Schwimmbad der Kinderklinik für die kommenden fünf Jahre als Pächter übernommen.
Kinder brauchen Therapiezeit im Wasser
„Kinder mit Handicap oder Kinder, die an Rheuma erkrankt sind, brauchen die Therapiezeit im Wasser. Dort sind sie entlastet und können sich schmerzfrei bewegen", begründet Iris von der Lippe das Engagement der Stiftung. „Außerdem sind unsere Kurse zur Unfallprävention wichtig angesichts der hohen Zahl der Badeunfälle mit Kindern." Die Auslastung des Bades soll durch Kursangebote des Familienforums und durch Vermietung an weitere Anbieter erreicht werden: Schulen sowie Selbsthilfegruppen und Behindertenverbände für Kinder. Attraktiv ist dieses Angebot vor allem durch die aufwändige Modernisierung der Schwimmbadtechnik.
„Risiko faktisch nicht gegeben"
Erst Anfang des Jahres hatte das Umweltbundesamt vor Babyschwimmen gewarnt: Der Aufenthalt in Hallenbädern mit stark gechlortem Wasser könnte möglicherweise das Risiko für die Entstehung von Asthma oder anderen chronischen Erkrankungen bei Kleinkindern erhöhen, die eine familiäre Vorbelastung für allergische Erkrankungen aufweisen. In experimentellen Untersuchungen wurde gezeigt, dass sich durch die Vermischung von Schweiß und Urin mit dem im Wasser gelösten Chlor Gase entwickeln, die zu Veränderungen an bestimmten Lungenzellen führen können. Eindeutige Belege für einen direkten Zusammenhang zwischen Babyschwimmen und der Entstehung von Asthma gibt es jedoch nicht. „Dieses Risiko ist in unserem Schwimmbad faktisch nicht gegeben, die üblichen Chlorkonzentrationen in Deutschland lassen diese gefährlichen Stoffe in messbaren Mengen erst gar nicht entstehen", sagt Prof. Dr. Eckard Hamelmann. „Dank der neuen Schwimmbadtechnik erreichen wir exzellente Bedingungen bei Be- und Entlüftung sowie Wasserqualität. Auch für Neugeborene, die extrem sensibel auf Chlor reagieren und in deren Familien es Allergiefälle gibt, besteht in unserem Bad keine Allergiegefahr." |