Nachwuchskünstler von Yehudi Menuhins "Live Music Now" spielen für kranke Kinder
Bochum, im Februar 2012. Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude – das war die frühe Erfahrung des weltberühmten Geigers Yehudi Menuhin, der 1977 die Organisation "Live Music Now" gründete. Diese Organisation vermittelt die Überzeugung, dass Musik auch Therapie ist, und fördert dabei junge, besonders qualifizierte Künstler, die am Beginn ihrer Karriere stehen. Sie musizieren für Menschen, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht in Konzerte gehen können. Nun wird sie in der Universitätskinderklinik im St. Josef-Hospital aktiv: Ein erstes von vier Konzerten im Jahr 2012 steigt am Mittwoch, 22.02.2012 um 16 Uhr im Flurbereich in der 1. Etage. Es wird ein kleines, rund 45-minütiges und kindgerechtes Konzert sein. Denn es ist gedacht für die Kinder, die dann in der Kinderklinik liegen. Die Betten können in den Flurbereich geschoben werden, Eltern und Mitarbeiter sind herzlich zum Zuhören eingeladen.
Initiatorin der Flurkonzerte für Kinder: Silke Seibel
Yehudi Menuhin, Humanist und Weltbürger, verstand Musik nicht nur als Kunst, sondern als Beitrag zu einer besseren Gesellschaft. Dieser Gedanke liegt der von ihm 1977 in Großbritannien gegründeten Organisation "Live Music Now" zugrunde. Seit 2011 ist auch Silke Seibel Mitglied dieser Organisation und dachte sofort an Konzerte für die Kinderklinik. Sie als langjährige Förderin der Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet hatte sich schon vor Jahren stark für den Neubau auf dem Gelände der Kinderklinik engagiert. Nun trat sie an den Vorsitzenden der Stiftung, Dr. Jörg Hohendahl, heran und weckte sofort das Interesse an ihrem Vorhaben: "Die jungen Künstler von 'Live Music Now' treten in der Regel in Alten- oder Pflegeheimen, in JVAs oder Hospizen auf. Ich wollte den Fokus nun auf Kinder legen, und fand für mein Vorhaben große Unterstützung in der Stiftung."
Preisgekrönte Mandoline-Spielerinnen: Kristina Lisner und Melanie Hunger
Silke Seibel und die Mitstreiter von "Live Music Now" fanden mit Kristina Lisner und Melanie Hunger, beide 1990 geboren und beide mehrfache Preisträgerinnen, ideale Musikerinnen für das erste Flurkonzert. "Beide sind erstklassige Mandolinistinnen und können ihren Instrumenten sanfte und zarte Melodien entlocken. Wir dachten, das ist für Kinder sehr schön." Die Organisation "Live Music Now" finanziert sich über Spenden. Die "Flurkonzerte" werden 2012 in jedem Quartal einmal gegeben. Für 2013 sind monatliche Auftritte angedacht. Veranstaltet werden die Flurkonzerte, die in Kooperation mit "Live Music Now" realisiert werden, von der Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet und der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Ruhr-Universität Bochum im St. Josef-Hospital.
Das Programm 22.02.: Mandolinenduo Melanie Hunger und Kristina Lisner
- Morenita do brazil – Giuseppe Farrauto
- Es tanzt ein Bibabuze-Mann
- Fünf Klangbilder: Die Farbe Blau – Die Farbe Gelb – Die Farbe Lila – Marlo Strauß (*1957)
- Musikalisches Bilderbuch: Der dicke Kaiser – Marlo Strauß (*1957)
- Auf der Mauer auf der Lauer
- Duettino: 2. Ka Tombo (Kleine Libelle) – 3. Medaka (Fischlein im Fluss) – Jiro Nakano (1902–2000)
- Drei Chinesen mit dem Kontrabass
- Musikalisches Bilderbuch: Schmetterlinge – Marlo Strauß (*1957)
- Hänsel und Gretel
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